
Ausstellungseröffnung "Zahnluckad"
im Müllner-Peter-Museum in Sachrang eröffnete Bürgermeister Werner Weyerer, Roland Füssel und Doktorbauer Rainer Wieshammer die Sonderausstellung 2010....
Ausstellungseröffnung "Zahnluckad"
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Gemeinsam enthüllten Bürgermeister Werner Weyerer, der Sachranger Künstler Roland Füssel und der Doktorbauer Rainer Wieshammer die beiden Lindenholzplastiken.
Kaiserin Elisabeth von Österreich und Dichterpapst Johann Wolfgang von Goethe hatten beide ausnehmend schlechte Zähne und auch König Ludwig II. kämpfte sein Leben lang gegen das Zahnweh.
In Sachrang zeigt die Ausstellung „Zahnluckad“ in der Alten Schule, wie man sich in früheren Jahrhunderten gegen den bohrenden Schmerz im Mund zu helfen wusste. Ganz plastisch stellte man sich den Zahnschmerz als bohrenden Wurm vor, der dem Befallenen mit seiner Bohrarbeit in den Zähnen den Nerv raubte.
Der Sachranger Künstler Roland Füssel schnitzte speziell für die Ausstellung nach einer naturgetreuen Skizze das Bildnis eines Lumbricus dentalis communis sachrangensis - eines gemeinen Sachranger Zahnwurmes - und stellte es dem Müllner-Peter-Museumsverein zur Verfügung.
Gemeinsam enthüllten Bürgermeister Werner Weyerer, Roland Füssel und der im Sachranger Museum mittlerweile bestens eingeführte Doktorbauer Rainer Wieshammer die beiden Lindenholzplastiken.
Voller Hintersinn führte Wieshammer in seiner Eröffnungsrede durch die vielen Redensarten rund um den Zahn und das Zahnweh, erklärte die vielfach vergessenen bairischen Wörter zum Zahnen, zu Zahnluckad, zu Zahnaff und Zahnabeitel und führte die Besucher im neuen Erkerzimmer des Alten Schulhauses an die Ausstellung heran. „Unsere Altvorderen standen mit beiden Beinen im Leben und versuchten ohne Zahnarzt und Krankenkassen mit ihren beschränkten Möglichkeiten gegen die quälenden Schmerzen anzukämpfen; dabei wurden viele Sympathiemittel verwendet und auch mit ein bisschen Hokuspokus und Hexerei versuchten sie, den Schmerz zu besiegen“.
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