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Trauer
Aschau i.Chiemgau trauerte um Hans Clarin
Der Schauspieler und Synchronsprecher Hans Clarin starb am 28. August 2005 in Aschau.
Clarin, dessen Stimme für viele jetzige und ehemalige Kinder untrennbar mit dem Fernseh-Kobold Pumuckl verbunden ist, starb zwei Wochen vor seinem 76. Geburtstag am 28. August 2005 auf seinem Moserhof in
Aschau i. Chiemgau.
Wiewohl 1929 in Wilhelmshaven an der Waterkant geboren, gehörte der vielseitige Mime, Synchronsprecher und Schriftsteller über ein halbes Jahrhundert lang fest zum bayerischen Kulturbetrieb. Bereits 1950 gab er in München sein Debüt als Attalus in Grillparzers "Wehe dem, der lügt". Von 1952 bis 1967 gehörte er dem Bayerischen Staatsschauspiel an.
Unentbehrlich als Stimme des Pumuckl
Praktisch unentbehrlich für kleinere Kulturbeflissene wurde Clarin in den 60er- und 70er-Jahren als Stimme des anarchischen Kobolds Pumuckl, der in einer Schreinerwerkstatt mit Meister Eder zusammenhauste.
Hier überlebte Clarin die Partner Alfons Pongratz und Gustl Bayrhammer, die beide jahrelang den liebenswert-mürrischen Handwerker gegeben hatten. Im Jahr 2003 gestarteten Kinofilm "Pumuckl und das Zirkusabenteuer" spielte Clarin den Meister Eder dann einfach selbst.
Nachruf auf Hans Clarin
Ob als Pumuckl oder als die Stimme von Cooky in "77 Sunset Strip" - Hans Clarin war bei groß wie klein gleichermaßen beliebt.
Clarin hatte im Kino auch ein Leben vor dem Pumuckl. In einem der größten deutschen Kassenschlager der 50er-Jahre, "Das Wirtshaus im Spessart", war er ebenso zu sehen wie als vom Pech und Pippi Langstrumpf verfolgter Räuber in den berühmten Lindgren-Verfilmungen von Olle Helbohm.
Liebstes Hobby: seine Tiere
Nebenbei fand Clarin, der dreimal verheiratet und Vater von fünf Kindern war, darunter die Schauspielerin Irene Clarin, auch noch Zeit zum Schreiben. 1968 veröffentlichte er das Kinderbuch "Paquito oder Die Welt von unten", seine Autobiografie erschien unter dem Titel "Hans Clarin - Durchgeblättert". Sein liebstes Hobby waren jedoch seine rund 30 Tiere, mit denen er seit 1974 auf dem über 450 Jahre alten Moserhof bei Aschau in Chiemgau lebte. Hier starb er am Sonntag im Kreis seiner Familie.
Freunde und Kollegen über Hans Clarin
Christine Neubauer würdigte Clarin als "wohl letzten großen Volksschauspieler der alten Garde". Er sei ein "ruhiger, sehr gefühlvoller, liebenswerter Mann" gewesen, sagte die Schauspielerin der Münchner "Abendzeitung".
Sänger Patrick Lindner meinte, er könne es noch gar nicht fassen. Clarin sei ein "ganz, ganz lieber väterlicher Freund gewesen". Lindner betonte: "Dass er jetzt schon gehen musste, das schmerzt unendlich."
"Forsthaus Falkenau"-Darsteller Christian Wolff, seit zwölf Jahren Nachbar von Clarin, sagte der Zeitung: "Mit Hans ist mein bester Freund gestorben, wir kennen - kannten uns seit 40 Jahren." Er sei "unendlich traurig", sagte Wolff. Clarin sei "einfach wunderbar" gewesen, "als Freund, Vater und Familien-Mensch".
"Pumuckl"-Autorin Ellis Kaut über Hans Clarin: "Durch die lange Zusammenarbeit ist Herr Clarin ein richtiger Pumuckl geworden." (BR alpha-forum)





