Schloss ...
Preise, Öffnungszeiten und wichtige Infos zur Burgbesteigung und ...

Am 1. Mai geht es wieder los mit den Führungen auf Schloss Hohenaschau! Viel Interessantes gibt es in der Burg zu besichtigen. Vom bemalten Laubensaal zum Preysingsaal und Prientalmuseum....
Da Schloss Hohenaschau größtenteils von Gästen dieses Sozialwerks als Unterkunft genutzt wird, können nur Teile der Burganlage - und das nur zu festgelegten Zeiten - im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Führungen, sowie die Betreuung des Prientalmuseums und des Burgladerls (seit 1988) hat der Heimat- und Geschichtsverein Aschau i.Chiemgau übernommen. Der Verein konnte 2008 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zusätzlich den Laubensaal und drei dazu gehörige Räume im Nordflügel von Schloss Hohenaschau pachten und dort eine eindrucksvolle Dokumentation zur Herrschafts- und Baugeschichte einrichten.
Die Besucher betreten durch das „Untere Tor“ (1561) die Burg und folgen der Wehranlage (Bastei) bis zur Kasse im Prientalmuseum. Dort sind die Karten zu lösen. Hier werden die Besucher vom Führer abgeholt und erreichen durch das „Mittlere Tor“ den Kapellenhof. Die Kirche gehört der Familie von Cramer-Klett und ist dankenswerter Weise im Rahmen von Führungen zu besichtigen. In der Schlosskapelle „Zur Hlst. Dreifaltigkeit“ beginnt die Führung mit einem kurzen Überblick über die Geschichte der Herrschaft Hohenaschau und der Burganlage. Anschließend betreten die Gruppen durch das „Rittertor“ den Innenhof und gehen durch den Eingang im Nordflügel in die historische Ringburg. Der große Gewölbekeller ist der Dokumentation der Herrschaft Hohenaschau vorbehalten. Sie ist in die Themenschwerpunkte Grundherrschaft, Genealogie der Herrschaftsinhaber (Stammbaum) und Gerichtsbarkeit gegliedert. Im Erdgeschoss, dem ältesten Raum auf Hohenaschau (16. Jahrhundert) ist die Baugeschichte der Burg dargestellt. Am Beispiel der drei einschneidendsten Bauphasen unter Pankraz von Freyberg (Mitte 16. Jahrhundert), Graf Johann Max II. von Preysing (1672 - 1687) und Baron Theodor II von Cramer – Klett (1904 – 1908) ist die Entwicklung der alten Wehrburg zum Wohnschloss nachgezeichnet. Zeitgenössisch gekleidete Figuren und die große Reproduktion einer adeligen Tafelrunde (um 1720) stimmen die Besucher auf den barocken Laubensaal ("Lauberhütte") ein. Diese in den Jahren 1683 - 1685 rundum bemalte „Tafelstube“ ist eine der überregional bedeutsamen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten. Die Wandmalerei basiert auf aus Italien stammenden Stichvorlagen aus den 80er Jahren des 17. Jahrhundert, auf denen Stadtteile, Palastanlagen, Gärten und Parks, mit szenischen Darstellungen aus dem barocken Rom dargestellt sind.
Vom Laubensaal aus überqueren die Besucher den Innenhof und gelangen über das neubarocke „Prunktreppenhaus“ ins Obergeschoss des Südflügels zu den von italienischen Stuckateuren ausgestatteten Preysingsälen (1680 - 1686). In der vom Erbauer beabsichtigten Reihenfolge sehen die Besucher den 1. und 2. Vorsaal und schließlich den barocken Preysing- oder Ahnensaal. Über den ältesten Teil der Burg, den Bergfried (ursprünglich Ende 12. Jahrhundert), wird die historische Ringburg verlassen.
Die Führungsteilnehmer haben vor oder nach der Führung Gelegenheit im Prientalmuseum zwei weitere Schwerpunkte der Hohenaschauer Vergangenheit zu besichtigen:
Die Dokumentation der Eisenverarbeitung und die Geschichte der Familie Cramer-Klett. Die erste Etage des Museums ist seit 2009 der aus Nürnberg stammenden Industriellen-Familie Cramer-Klett gewidmet. Im Mittelpunkt stehen Baron Theodor I und II von Cramer-Klett, Vater und Sohn, ihre Familien und ihre Bedeutung für das Priental. Ein eigener Raum ist Baron Ludwig Benedikt von Cramer-Klett (1906 – 1985) gewidmet. Der Schwerpunkt der Darstellung seines Wirkens liegt auf den Themen Jagd, Schriftstellerei und Trachtenbewegung. Sein Sohn, Baron Rasso, überließ dem Heimat- und Geschichtsverein hierzu eine Reihe wertvoller aussagekräftiger Originale.
Im Erdgeschoss des Museums zeigt der Heimat- und Geschichtsverein die über drei Jahrhunderte währende Geschichte der Eisenindustrie (Mitte 16. bis Ende 19. Jahrhundert) dieser Region, deren Gestaltung 2010 dem aktuellen Konzept angepasst werden konnte.
Eintrittspreise - Öffnungszeiten - Informationen zur Burgbesteigung und zu Gruppenführungen
Tourist Info Aschau
Kampenwandstr. 38, 83229 Aschau im Chiemgau
info@aschau.de oder Tel. 08052-904937
Heimat- und Geschichtsverein Aschau i.Ch. e.V.
Hans-Clarin-Platz 1, 83229 Aschau im Chiemgau
info@geschichtsverein-aschau oder Tel. 08052-956640