Rathaus Gemeinde Aschau i.Chiemgau, © Herbert Reiter

Geigelsteinringlinie

Fördergelder für das ÖPNV-Konzept zur Verfügung gestellt

Im Rahmen der Ernennung der zwei Bergsteigerdörfer Sachrang und Schleching hat das Bayerische Wirtschaftsministerium Fördergelder, u.a. für die Erarbeitung eines ÖPNV (Bus)-Konzeptes, zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis, die sog. Geigelsteinringlinie, wurde bereits im Gemeinderat Aschaus öffentlich vorgestellt. Jüngst wurde die Geigelsteinringlinie in das neue Nahverkehrskonzept für Stadt und Landkreis Rosenheim aufgenommen. Zudem wird die Geigelsteinringlinie nun auch durch die Euregio Inntal als Interreg-Projekt Österreich-Bayern untersucht. Um dieses länder- und landkreisübergreifende Projekt voranzubringen, besuchten die Bürgermeister Sepp Loferer aus Schleching und Peter Solnar aus Aschau i.Chiemgau mit  Ester Jennings von Euregio die Landeshauptmannstellvertreterin des Landes Tirol und zuständige Ministerin, Frau Ingrid Felipe Saint Hilaire, in Innsbruck. Dabei wurden die Möglichkeiten der Unterstützung und Abstimmungen mit den Tiroler Verkehrsbetrieben besprochen. Das Land Tirol war auch bisher immer bei den Beratungen dabei. Es wurde wieder deutlich, wie unterschiedlich die Angebote des ÖPNV in Bayern und Tirol sind. In Tirol kann man für ca. 500 € im Jahr im ganzen Land alles benützen. Nur eine Hin- und Rückfahrt Sachrang/Aschau (12 km) kostet über 9 € (bei 200 Fahrten pro Jahr über 1.000 € nur für diese Strecke). Was für ein Unterschied. Es wurde auch ein länderübergreifender Verbund angesprochen, wodurch wir in der Region dieses tolle Angebot Tirols mitnützen könnten. Dazu bedarf es jedoch ein Umdenken bei unseren vorhandenen Strukturen. Unser Ziel muss es sein, den Öffentlichen Personennahverkehr wieder so attraktiv zu machen, dass er eine echte Alternative zum Individualverkehr (Auto) ist. ÖPNV ist Daseinsvorsorge für uns alle. Die Geigelsteinringlinie könnte hier als innovatives zukunftsweisendes Pilotprojekt landkreis- und länderübergreifend dienen.

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