Aschau im Chiemgau - Events, © Martin Aicher

jetzt red i - Frustriere Bauern, verunsicherte Verbraucher

Veranstaltungsort Festhalle Hohenaschau
An der Festhalle 6,
83229 Aschau im Chiemgau

Aschau im Chiemgau - Events, © Martin Aicher
© Martin Aicher

Tilmann Schöberl und Franziska Eder diskutieren mit Ihnen über das Thema: Frustrierte Bauern, verunsicherte Verbraucher - Welche Landwirtschaft wollen wir?
Die Wut wächst: Ob zur „Grünen Woche“ in Berlin, bei der CSU-Klausurtagung in Seeon oder zuletzt in Nürnberg – überall demonstrieren frustrierte Bauern gegen die aktuelle Agrarpolitik. Strengere Düngevorgaben lehnen sie strikt ab, fürchten um ihre Erträge und damit um ihre Existenz. Vom Handel verlangen sie faire Preise – nur so lasse sich ein weiteres Höfesterben verhindern. Außerdem klagen viele Landwirte über zu wenig Wertschätzung: Sie fühlen sich für Grundwasserbelastung und Artensterben an den Pranger gestellt.

Doch sie sind nicht die einzigen, die die Wut auf die Straße treibt. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ demonstrierten kürzlich alleine in Berlin fast 30.000 Menschen, darunter zahlreiche Bio-Bauern, für mehr Naturschutz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. Viele Verbraucher sind verunsichert, nicht zuletzt durch die Tierschutz-Skandale, die in Bayern immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Immer mehr Menschen wünschen sich Bio-Lebensmittel, doch im Supermarkt greifen die meisten dann doch zur Billig-Ware: Gerade mal 5 % der in Deutschland verkauften Lebensmittel sind Bio.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) äußert Verständnis für den Frust der Bauern: „Auch die Landwirte wollen mehr Wasser-, Klima- und Artenschutz, aber die Gesellschaft honoriert das nicht.“ Sie hat jetzt angekündigt, dass Bayern im Bundesrat gegen
eine Verschärfung der Düngemittelverordnung stimmen wird. Für die Opposition ist das der falsche Weg. Sie fordert eine Neuausrichtung der Landwirtschaft – hin zu mehr Nachhaltigkeit. „Die Agrarpolitik der letzten 15 Jahre – unter dem Motto „Wachse oder Weiche“ - hat die Landwirte in eine Sackgasse getrieben. Deshalb mussten hunderttausende Höfe zumachen“, so Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter.

Müssen wir die Natur vor den Bauern schützen oder treiben zu viele Auflagen noch mehr Höfe in den Ruin? Wie lassen sich Naturschutz und Landwirtschaft vereinbaren? Welche Verantwortung hat der Verbraucher? Was für eine Landwirtschaft wollen wir in Zukunft? Darüber diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger u.a. mit Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU).

Festhalle Hohenaschau, Einlass: 19:15 Uhr, Sendungsbeginn: 20:15 bis 21:00 Uhr
Kostenlose Karten reservieren Sie via E-Mail an jetztredi@br.de oder unter 089/5900-25299 (Montag – Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr). Sagen Sie uns Ihre Meinung unter www.facebook.com/BR24 oder schreiben Sie eine Mail an jetztredi@br.de

Veranstalter:

Aschau i.Ch.,
83229 Aschau im Chiemgau

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