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Römerregion Chiemsee, © Tourist Info Aschau i.Chiemgau

Römerregion

Die Gemeinde Aschau i.Chiemgau ist Teil der „Römerregion Chiemsee“ - einer 2018 erfolgreich ins Leben gerufenen Kooperation von elf Gemeinden rund um den Chiemsee zur Erforschung und Pflege der römischen Vergangenheit.

Mithilfe von Archäologinnen und Archäologen sowie mit Unterstützung des Landesamts für Denkmalpflege und der Archäologischen Staatssammlung wurde die römische Geschichte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbereitet. Das Verbundprojekt wurde kofinanziert mit Mitteln aus dem europäischen Förderprogramm LEADER über die LAGs Chiemgauer Seenplatte und Chiemgauer Alpen. 

Dank dieser finanziellen Unterstützung konnten in diesen elf Gemeinden bereits zahleiche Römerstationen umgesetzt werden, um Besucher*innen und Einheimischen die römische Vergangenheit anschaulich und lebendig zu präsentieren. Unterhaltsam und erlebnisreich werden der archäologische Gesamtbestand sowie die regionale Lebensrealität mit unterschiedlichen Schwerpunkten sicht- und erlebbar gemacht.

Auf den Spuren prähistorischer und römischer Zeit im Priental

Die besondere Historie mit weit überregionaler archäologischer Bedeutung und die spektakulären neuen Entdeckungen im Priental zählen zu den Highlights der Römerregion Chiemsee.

Verschiedene Maßnahmen zum Erhalt und zur Pflege des kulturellen Erbes wurden in der Gemeinde Aschau i.Chiemgau umgesetzt.

Informationstafeln

Vor 2000 Jahren gehörte Aschau i.Chiemgau zur römischen Provinz Noricum. Hier lebten Kelten und Römer friedlich miteinander. Die Provinz kam einer wohlhabenden “römischen Genussregion" gleich. Dieser Reichtum jedoch weckte schon bald Begehrlichkeiten bei den germanischen Nachbarn, insbesondere als die römische Macht bereits am zerfallen war. Auf die Bedrohung durch die Germanen mussten die Bewohner des Prientals reagieren. Dies lässt sich einerseits anhand der Entdeckung und wissenschaftliche Erforschung zweier römerzeitlicher Fluchthöhlen aus der Zeit der sogenannten römischen „Krisenjahre“ (zw. 235 und 255 n. Chr.) belegen. Auch die hiesigen spektakulären Funde bezeugen jene Zeitereignisse (Informationstafel Kurpark).

So erfährt der Besucher auf der Tafel an der Schützenstraße mehr über die unglaubliche Entdeckung des 2,7 kg schweren römischen Silberschatzes von Niederaschau im Jahr 1865. Das neben der Schautafel angebrachte Fernrohr richtet den Blick des Betrachters auf weitere Fundgebiete im Norden des Prientals und lässt römische Spuren lebendig werden.
Im Ortsteil Höhenberg erschließt sich den Besuchern die Bronzezeit.
Bereits vor über 3000 Jahren zählte Aschau i.Chiemgau zu einem wichtigen Knotenpunkt im europaweiten Handel mit kunstvollen Bronzegütern. Das Priental war ein Tal der Bronzegießer, was anhand zahlreicher Funde nachweisbar ist (z. Bsp. Bronzegusskuchen, Urnengräber). Bestaunt werden können aus dieser Zeit der vollständig rekonstruierte sensationelle bronzezeitliche Hortfund von Weidachwies im Prientalmuseum auf Schloss Hohenaschau sowie viele weitere Fundobjekte im Fundmuseum Höhenberg. Der Besuch des Fundmuseums Höhenberg mit seiner einzigartigen Ausstellung durch hiesige lizensierte Gästeführer der Römerregion Chiemsee ermöglicht eine Vertiefung zum Thema und vermittelt ganz besondere Einblicke in jene Zeit.

 

Führungen 

Ein detailliert ausgearbeitetes Führungskonzept bildet die Grundlage für zwei verschiedene erlebnisreiche Führungen, die durch hiesige lizenzierte Gästeführer von die Tourist Information über die Sommermonate angeboten werden: „Gusskuchen und Göttergaben Bronze. Made in Aschau!“ und „Silberschatz und Fluchthöhlen. Römerzeit in Aschau!“

TOUR 1
Gusskuchen und Göttergaben
Bronze – Made in Aschau!

Wer hätte gedacht, dass Aschau i.Chiemgau schon vor über 3000 Jahren ein Knotenpunkt im europaweiten Handel mit kunstvollen Bronzegütern war? Was die archäologische Fachwelt schon länger weiß, wird mit den Tafeln zur Römerregion Chiemsee auch für die breite Öffentlichkeit sichtbar. Dazu bietet die Tourist Info Aschau eine Themenwanderung zur Bronzezeit im Priental mit der Historikerin Martina Stoib an.

Erfahren Sie bei einer zweistündigen Entdeckungstour mehr zu spektakulären Goldfunden, bronzebepackten Urnengräbern, geheimnisvollen Mooropfern und warum man Gusskuchen nicht essen konnte. Tauchen Sie ein ins Tal der Bronzegießer!

Veranstalter: Tourist Info Aschau i.Chiemgau

Führungsexpertin: Martina Stoib M.A.

Termine: 19.07. und 23.08.2022

Beginn: 10:00 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden

Anzahl Teilnehmer: min. 2 Teilnehmer pro Führung

Teilnehmergebühr pro Person: 9,00 Euro

Treffpunkt: Parkplatz am Moorbadeplatz, Höhenberg 1, 83229 Aschau i.Chiemgau                                                                          

Die Themenwanderung ist auch als Gruppenführung buchbar.

 

TOUR 2
Silberschatz und Fluchthöhlen
Römerzeit in Aschau!

Unternehmen Sie eine Zeitreise in Römerzeit im Priental. Vor 2000 Jahren gehörte Aschau i.Chiemgau zur römischen Provinz Noricum. Hier lebten Römer und Kelten friedlich zusammen. Es war eine reiche "römische Genussregion", die auch die Begehrlichkeit der germanischen Nachbarn weckte als die römische Macht schwand. Wie die Bewohner des Prientals auf die Bedrohung durch die Germaneneinfälle im 3. Jahrhundert reagiert haben, zeigen spektakuläre neue Funde in römerzeitlichen Fluchthöhlen und der 2,7 kg schwere Silberschatz von Niederaschau. Wie war die modebewusste Norikerin gekleidet? Was macht ein Stück Mörtel in einem frührömischen Urnengrab?

Steigen Sie ein in spannende neueste Forschungserkenntnisse, die Sie auf einer unterhaltsamen zweistündigen Themenwanderung mit Historikerin Martina Stoib entdecken können!

Veranstalter: Tourist Info Aschau i.Chiemgau

Führungsexpertin: Martina Stoib M.A.

Termine: 05.07., 02.08. und 06.09.2022

Beginn: 10 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden

Anzahl Teilnehmer: min. 2 Teilnehmer pro Führung

Teilnehmergebühr pro Person: 9,00 Euro

Treffpunkt: Tourist Info Aschau i.Chiemgau, Kampenwandstraße 38, 83229 Aschau i.Chiemgau

Die Themenwanderung ist auch als Gruppenführung buchbar.

Wissenschaftliche Auswertung

Die wissenschaftliche Auswertung und Aufbereitung hiesiger römischer Funde mit Bezug zum Fundmuseum Höhenberg wurde von der Gemeinde angestoßen und beauftragt. Unter Investition von Eigenmitteln wurde es als Einzelprojekt in Zusammenarbeit mit der LAG Chiemgauer Alpen und Mitteln aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union gefördert.

Weitere Informationen hierzu sind nachzulesen auf der gemeindlichen Homepage: http://www.gemeinde-aschau.de/unsere-gemeinde/geschichte-und-tradition/denkmalschutz-1

Weitere Informationen zur gesamten Römerregion Chiemsee, dem aktuellen Umsetzungsstand sowie alle Aktivitäten in der Region finden sich unter: http://www.roemerregion-chiemsee.de

 

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