Verleihung Bergsteigerdörfer Schleching und Sachrang
Schleching und Sachrang sind ab sofort Bergsteigerdörfer. Die Bürgermeister von Schleching und Aschau unterzeichneten am Freitag, 21. Juli 2017, die Deklaration zum Bergsteigerdorf. Zum Festakt auf der Priener Hütte kamen die bayerischen Ministerinnen Ilse Aigner und Ulrike Scharf....
„Sachrang ist nicht nur ein Ort. Sachrang ist unser Leben, unsere Heimat, unser Zuhause“, sagte Aschaus Bürgermeister Peter Solnar beim Festakt im Naturschutzgebiet Geigelstein.
Sein Schlechinger Kollege Sepp Loferer ergänzte: „Äußerlich sind beide Gemeinden vollkommen unterschiedlich, aber vielleicht passen wir gerade deshalb so gut zusammen.“ Während der monatelangen Vorbereitungen zur Bewerbung hätten sich zahlreiche Gemeinsamkeiten gezeigt, die es weiter auszubauen gelte.
Feierlich unterzeichneten beide Bürgermeister in Anwesenheit der Ministerinnen die Deklaration des Deutschen Alpenvereins (DAV). Damit sind Schleching und Sachrang nach Ramsau das zweite und dritte Bergsteigerdorf in Deutschland.
Loferer betonte, dass beide Gemeinden ähnliche Interessen in Wirtschaft und Tourismus verfolgen und Projekte künftig stärker bündeln wollen. Mit dem Ökomodell Achental und dem Bergbauernmodell in Sachrang hätten beide Orte bereits wichtige Grundlagen für die Anerkennung geschaffen. „Wir erhalten diese Auszeichnung, weil wir authentisch sind“, so Solnar.
Hanspeter Mair vom Deutschen Alpenverein führte als „Hochzeitslader“ durch den Festakt. Die Anwesenheit zahlreicher politischer Vertreter unterstreiche die Bedeutung des Projekts.
Der Generalsekretär der Alpenkonvention, Markus Reiterer, hob hervor, dass Schleching und Sachrang als erste Gemeinden eine gemeinsame Bewerbung eingereicht haben, obwohl sie in unterschiedlichen Tälern und Landkreisen liegen.
Eine besondere Rolle spielt der Geigelstein, der beide Orte verbindet. Unter dem Dach der Bergsteigerdörfer rückt er das Achental und das Obere Priental näher zusammen.
Umweltministerin Ulrike Scharf würdigte die Aufnahme der beiden Gemeinden in den Kreis der Bergsteigerdörfer. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner betonte die Bedeutung der Landschaft für die Menschen und die Rolle des Tourismus für die Zukunft der Region. Als besondere Gabe überreichte sie beiden Gemeinden jeweils einen Scheck über 30.000 Euro für Marketingmaßnahmen.
Das Projekt Bergsteigerdörfer wurde ursprünglich vom Österreichischen Alpenverein initiiert und wird heute gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein, dem Alpenverein Südtirol und dem Alpenverein Slowenien getragen.
Informationen über die Bergsteigerdörfer gibt es unter www.alpenverein.de/bergsteigerdoerfer
