Sinnstifterort Aschau

Station 1 – Kapelle an der Kette

Die Kapelle an der Kette markiert einen historischen Punkt am ehemaligen Sperrweg oberhalb der Prien‑Klamm und bildet die erste Station des Sinnstifterwegs.

Die Kapelle an der Kette befindet sich an der Prien‑Klamm zwischen Aschau im Chiemgau und dem Ortsteil Bach. Ihren Namen erhielt sie durch eine Kette, mit der früher die Straße abgesperrt werden konnte. Diese Straße führte unter anderem zu den Hammerwerken im Priental.

Vor der Errichtung der Kapelle befand sich an dieser Stelle ein Marterl in einer Felsnische, vermutlich zum Gedenken an einen verunglückten Fuhrmann. Die heutige Kapelle wurde 1913 erbaut. In den Nischen sind Darstellungen der schmerzhaften Mutter Gottes sowie Christus in der Rast zu sehen. Zusätzlich befindet sich eine Figur eines schwarzen Hundes mit Kette in der Kapelle. Sie verweist auf eine lokale Sage. 

Sage vom schwarzen Hund

Ein Hammermeister der Hammerschmiede soll wiederholt Nägel entwendet haben, die er beim Heimweg über die „Kette“ mitnahm. An einer Felsenhöhle oberhalb des Weges versteckte er das Material. Schmiedegesellen beobachteten ihn und folgten ihm eines Abends. Als einer der Verfolger in die Höhle blicken wollte, sah er einen großen schwarzen Hund und trat den Rückzug an. Der Hammermeister wurde anschließend nicht mehr gesehen. Die Figur des Hundes erinnert an diese Überlieferung. 

Thematische Zuordnung der Station

Die Begriffe werden als Themenfelder des Projekts „Sinnstifterorte“ aufgeführt. Eine individuelle Auseinandersetzung mit den Inhalten ist optional.

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