Station 2 – Wasserfall Schoßrinn
Der Wasserfall Schoßrinn ist die zweite Station des Sinnstifterwegs. Am Schoßrinner Wasserfall trifft der Schoßbach auf eine markante Felsstufe und bildet einen Kessel, in dem das Wasser sichtbar verwirbelt wird.
Der Wasserfall Schoßrinn liegt am Schoßbach oberhalb von Aschau im Chiemgau. Das Wasser fällt dort rund 75 Meter über eine Felsstufe in die Tiefe. Geologisch gehört das Gestein im Bereich des Wasserfalls zum widerstandsfähigen Alpinen Muschelkalk aus der Trias. Die heutigen Felsabbrüche entstanden im Zusammenhang mit der eiszeitlichen Vergletscherung des Prientals.
Der Name „Schoßrinn“ wird häufig damit in Verbindung gebracht, dass das Wasser an dieser Stelle vom Felsen herabschießt und anschließend weiter rinnt („Schoß“ und „Rinn“). Vor Ort existieren unterschiedliche Deutungen des Namens und der Szenerie; diese gehören zum lokalen Überlieferungsbestand.
Thematische Zuordnung der Station
- Erschöpfung
- Kraft
- Leben
- Wandlung
Die Begriffe werden als Themenfelder des Projekts „Sinnstifterorte“ aufgeführt. Eine individuelle Auseinandersetzung mit den Inhalten ist optional.
Hinweis zur Umgebung
In der Umgebung des Wasserfalls entsteht durch das Fallen und Verwirbeln des Wassers eine hohe Anzahl von Luftionen. Die Ionenkonzentration kann je nach Ort und Situation variieren und wird in verschiedenen Kontexten beschrieben. Messwerte in der Nähe von Wasserfällen liegen häufig über denen in innerstädtischen oder geschlossenen Räumen.
Zur Verdeutlichung:
In Nähe zu Wasserfällen 20.000–70.000 Ionen/cm³
Im Gebirge oder in Meeresnähe 4.000–10.000 Ionen/cm³
Stadtrand, Wiesen und Feldern 1.000–3.000 Ionen/cm³
Innerstädtische Parkanlagen 400–600 Ionen/cm³
In der Stadt und Agglomeration 200–500 Ionen/cm³
In belüfteten oder klimatisierten Räumen 10–100 Ionen/cm³
